Achtsam + intuitiv essen Lernen nach einer Essstörung

Sehr häufig werde ich gefragt, wie und ob man nach einer Essstörung intuitiv essen lernen bzw. dies umsetzen kann. Für mich hat intuitives Essen in erster Linie etwas mir Achtsamkeit zu tun. Achtsamkeit sich und seinen körperlichen und emotionalen Empfindungen gegenüber und genauso auch Achtsamkeit gegenüber den Nahrungsmitteln.




Intuitives Essen war definitiv nichts für mich, als ich aus der Essstörung herauskam, denn da hatte ich weder ein „Hunger- Sättigungsgefühl“, das nach 17 Jahren Essstörung verloren gegangen war, weder noch eine gesunde Einschätzung wie viel ein Körper an Nahrung benötigt, damit es ihm gut geht. Zudem tat ich mir anfangs noch mit Fetten schwer, weil ich es aus Zeiten der Essstörung gewohnt war, so wenig Fett, wie möglich zu konsumieren.

Die Essstörung kam mir dann insofern zu Gute, dass ich mich viel mit Nahrungsmitteln und Inhaltsstoffen beschäftigt hatte und es nun noch wichtig war dieses Interesse auch positiv und gesund umzusetzen. Erst, als ich mein „Setpoint“ Gewicht erreicht hatte, begann ich mich wieder intensiver mit Nahrungsmitteln und deren Inhaltsstoffe, wie Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe sowie Spurenelementen zu beschäftigten. Hier lernte ich unter anderen, wie Omega 3 Fette aufgebaut sind, dass Fett nicht gleich Fett ist, in welchen Lebensmitteln beispielsweise besonders viel Eisen, Magnesium, Zink usw. enthalten ist. Ebenso eignete ich mir viel Wissen über bestimmte Gewürze und Kräuter an. Ich lernte zu unterscheiden in wasserlösliche und fettlösliche Vitamine und auch die Auswirkungen auf den Körper sowie in welchem Verhältnis eine ausgewogene Ernährung stattfindet..


Ich konnte auch inzwischen das Essen wieder genießen, probierte Rezepte aus oder wurde selbst mal kreativ mit Rezeptideen zu gestalten. Natürlich nahm ich mir für die Vorbereitungen, wie Einkaufen, herrichten der Zutaten und dem Kochen selbst genauso wie für das Probieren und dann dem Essen auch die Zeit, die es brauchte, um in aller Ruhe und gemütlich gemeinsam oder auch mal allein zu essen.


Ich bekam also immer mehr ein Gespür dafür, was mir guttut und was nicht. Dies betraf nicht nur die Auswahl der Lebensmittel, sondern auch die Mahl-Zeiten Es ging mir nicht darum nach irgendeiner Regen, die XY aufgestellt hat zu folgen, sondern für mich selbst herauszufinden, was mein Körper möchte. Ich wollte ihm dafür ausgiebig Raum und Zeit geben – was ich im Übrigen heute noch tue. Denn ich finde nachdem ich 17 Jahre entgegen meiner Bedürfnisse, sowohl körperlich- als auch emotional gehandelt habe, habe ich es nur verdient auch in Bezug auf Essen nicht nach Vorschriften zu handeln, sondern genau in mich hinein zu spüren, was ich gerade brauche. Heute schenke ich mir selbst auch die Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, die ich mir vielleicht damals von Anderen gewünscht hätte, denn ich weiß inzwischen, dass dies viel wertvoller ist, als wenn es jemand anders für mich tun würde!


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ein.

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