Alltagsvergleich mit und ohne Essstörung

Zunächst möchte ich darauf eingehen, wie mein Alltag mit der Essstörung aussah.

Ich plante meist am Vorabend oder Vortag schon, wie ich wann und wo an die Lebensmittel kam, mit denen ich dann einen geplanten Fressanfall hatte. Meistens hatte ich diesen abends, nach der Arbeit – denn ich baute dadurch vermeidlichen Stress ab, der sich angestaut hatte und es entspannte mich, denn ich hielt mich damit in meiner Komfortzone auf, die ich mich über die Jahre hinweg antrainiert hatte. Es war also „ganz bequem“ geworden einen Fressanfall zu haben und ich kam dadurch in die nötige Entspannung nach eine hektischen Arbeitsalltag. Die Lebensmittel besorgte ich dann meist nach der Arbeit.

Es gab jedoch auch Tage, an denen ich frei hatte oder samstags, an denen ich dann schon morgens, nach dem Aufstehen loszog, um mir die nötigen Lebensmittel für einen Fressanfall zu besorgen. So gab es also auch ganze Tage, die ich damit verbrachte, mir Lebensmittel zu kaufen, sie zuzubereiten und dann zu konsumieren, um sie dann anschließen auf der Toilette wieder los zu werden.



Die Bulimie, die im Vergleich zur Anorexie mehr als ein Jahrzehnt mein Leben bestimmte war fast mein ganzer Lebensinhalt geworden. Ich isolierte mich, begrenzte die sozialen Kontakte und räumte mir immer wieder Luft für „die gute Freundin“ ein, die mich so kontinuierlich und zuverlässig begleitete. Ich sagte Verabredungen ab oder besser erst gar nicht zu, um möglichst viel Zeit mit meiner „lieben Freundin“ zu haben.


Heute sieht mein Alltag ganz anders aus!

Ich bin oft unterwegs, vor allem im Sommer genieße ich die Sonne so gern draußen, entweder allein mit Spaziergängen in der Natur oder mit Freunden und / oder Familie. Meine sozialen Kontakte sind auch gewachsen und ich genieße Tage draußen in der Wärme des Sommers.



Aber auch wenn es einmal schlechter Wetter ist, oder eben im Winter, dann verkrieche ich mich höchstens zum Lesen oder Meditieren, denn da brauche ich Ruhe. Vor einigen Monaten habe ich einen online Kurs begonnen, bei dem es um das Thema Aktien und ETFs geht, denn mein Interesse liegt heute ebenso beim Thema Finanzen, was mich früher gleich null interessiert hat.



Ebenso habe ich eine Coaching Ausbildung gemacht, um Menschen, wie ich es früher war, besser begleiten zu können – denn ich selbst hätte mir so jemanden gewünscht! Weitere Fortbildungen stehen bei mir noch an, mir wird also auch bei schlechtem Wetter nie langweilig werden, um Gegenteil der Tag könnte meiner Meinung nach gern mehr als 24 Stunden besitzen, denn ich möchte noch so viel machen, so viel erleben und bewirken in diesem Leben!



Ich bin so dankbar, dass ich nun den zweiten Alltag leben kann und erfreue mich an jedem neuen Tag! Danke Danke Dank!

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ein.

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