Gewichtszunahme nach der Recovery stoppen

Aktualisiert: Feb 16

Als ich mich auf meinen Heilungsweg begab, war ich im starken Untergewicht. Es war für mich also klar, dass ich zunehmen würde, wenn ich beginnen würde „normal“ zu essen. Ich begann wieder zu essen bzw. erstmal zu trinken. (Trinknahrung)



Mit der Trinknahrung bzw. dann mit der Nahrungsmittelzufuhr nahm ich dann natürlich auch zu, was mich jedoch erstmal überhaupt nicht störte, da ich keine Körperschemastörung hatte und mich als viel zu dünn im Spiegel erkannte. Und ja, ich wog mich täglich, um die Kontrolle nicht gleich ganz zu verlieren, so dachte ich. Dann konnte ich nach und nach loslassen – auch beim Thema wiegen und die damit verbundene Kontrolle. Ich wog mich nur noch zwei- bis dreimal wöchentlich.


Dann nur noch einmal pro Woche und irgendwann war ich an dem Punkt angekommen, dass ich das Gefühl hatte ich brauche die Waage nicht mehr und ich möchte mir von so einem Gerät nicht meine Gefühle bestimmen lassen – denn die Waage entschied sehr lange Zeit meines Lebens, wie ich mich fühlen durfte. Ging der Zeiger nach unten, so freute ich mich (obwohl ich sah, dass ich viel zu dünn war!), ging der Zeiger nach oben, was meine Laune ganz bestimmt nicht gut. Ich entschied mich also über kurz oder lang die Waage aus meinem Leben zu entfernen! Das war ein richtiger Schritt in ein befreites Leben für mich.



Als weiteren Schritt lies ich gedanklich los, denn ich dachte mir: Du ernährst Dich gesund – nicht täglich von Fast Food usw., irgendwann hat Dein Körper ein Gewicht erreicht, in dem es ihm gut geht und er „kapiert“, dass er nicht mehr alles als „Reserve“ lagern muss, weil er immer wieder genug von mir bekommt. Und das war der ausschlaggebende Punkt, dass ich „losließ“.



Denn heute weiß ich, dass ich in den Momenten, in denen ich noch festhielt am Thema Ernährung und Gewichtszunahme, dass ich restriktiv beim Essen handelte und mir nicht alles erlaubte bzw. nicht die Mengen erlaubte, die mein Körper einforderte – nach 17 Jahren Essstörung. Ich hielt ihn lange Zeit auf „Sparflamme“, gerade soviel, dass ich nicht in den extremen Hunger kam. Mein Körper hatte Angst, dass er nicht genug bekam und reagierte natürlich damit, dass er alles versuchte „einzulagern“ zwecks schlechte Zeiten. Als ich aber aufhörte, mir selbst Verbote auszusprechen und mir alles erlaubte, worauf ich Lust hatte und soviel ich Lust hatte, spürte ich selbst, dass mein Körper dies irgendwann begriff. Ich weiß zwar bis heute nicht wieviel ich dann zunahm oder wieder abnahm – denn ich wog mich ja nicht mehr, aber ich spürte den Punkt, an dem meine Kleidung nicht mehr enger wurde und ich mich nicht mehr ständig mit neuer Kleidung eindecken musste. Das tue ich natürlich heute trotzdem gern, aber nicht mehr aus dem Grund von Gewichtszu- oder -abnahme!


Ich kann inzwischen auch darüber schmunzeln, wenn mir Freunde und Bekannte erzählen, welche Diäten sie ausprobiert haben, um auf dieses oder jenes Gewicht zu kommen und ich bin unsagbar dankbar mich mit solchen Themen nicht mehr herum schlagen zu müssen, denn ich habe für mich entschieden, dass mein Gewicht nicht mehr meinen Alltag bestimmt und fühle mich damit unsagbar toll und frei!



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ein.

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