• Tiziana

Gründe, wieso Du noch an der Essstörung festhältst

Ich hielt sehr lange an meiner Essstörung fest, um genau zu sein 17 Jahre!

Doch was hinderte mich daran, die Essstörung loszulassen, obwohl doch mein Wunsch so groß war ein befreites Leben zu führen?


Auf körperlicher Ebene war es das Gewicht, dass ich während meiner Bulimie soviel „essen“ konnte, wie ich wollte und ich nicht zunahm – im Gegenteil, am Ende meiner Essstörung nahm ich sogar massiv ab! Ich war somit auf der sicheren Seite, wiegte mich in meiner Komfortzone und die war ja so „angenehm“ für den Mechanismus, da alles automatisch und damit entspannt ablief.



Zudem füllte die Essstörung eine Menge meiner Freizeit aus – ich konnte Stunden und sogar Tage damit füllen: einkaufen gehen, mir Dinge zubereiten, ganz in Ruhe den Fressanfall ausüben, dann das anschließende Erbrechen…und dann wieder von vorne. Mir wurde als NIE langweilig, denn ich hatte einen Lebensinhalt „gefunden“, der mein Leben voll und ganz ausfüllen konnte und mich zugleich auch noch sehr entspannte!


Damit verband ich natürlich auch eine sehr verlässliche Freundin, die Essstörung war immer an meiner Seite – ganz egal, ob ich Happy, Depri, genervt, wütend oder auch einfach ganz neutral in meiner Gefühlslage war, sie stand mir stets zur Seite.



Auf emotionaler Ebene beherrschte mich die Angst davor, es nicht zu schaffen. Ich identifizierte mich mit der Essstörung, die mich 17 Jahre begleitete – sie „gehörte“ zu mir und ich konnte mich einfach nicht vorstellen, dass es ein Ich ohne der Essstörung gibt, denn ich hatte mich zu weit von mir selbst entfernt. Es war unvorstellbar die Essstörung nach so langer Zeit einfach gehen lassen zu können. Die Stimmen im meinem Kopf waren so schlau, so laut, die mir sagten:


· Du hast es so lange nicht geschafft, Du wirst es nie schaffen

· Die Essstörung gehört zu Dir, ein Ich ohne sie gibt es nicht

· Du hast es schon so oft versucht, Du bist immer wieder gescheitert

· Was bist Du denn ohne die Essstörung – Du bist ein Nichts


Das waren alles Gründe, wieso ich die Essstörung solange Zeit nicht gehen lassen konnte, denn ich hörte sehr lange auf all diese Stimmen in meinem Kopf.

Was half mir dann, mich davon zu lösen?



Ich durfte lernen wieder auf mein Herz zu hören und das beeinflusste meinen Heilungsweg enorm. Natürlich ging alles nicht von heute auf morgen und ich arbeitete viel an mir, löst viel Glaubenssätze auf, meditierte, las viel und beschäftigte mich aktiv mit meiner Heilung – in dem ich mich nicht mehr ablenkte von meinem Thema und meinem „wahren“ selbst.

Ich bin heute unsagbar dankbar, dass ich die Essstörung loslassen durfte!


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ein.

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