Kämpfen vs. Loslassen

Als ich an dem Punkt angekommen war, dass ich nicht mehr mit der Essstörung leben wollte, begann ich dagegen zu kämpfen. Ich wollte stärker sein als die Stimme in meinem Kopf, die mir sagte:


· Ich habe nicht verdient zu leben

· Ich bin nicht liebenswert

· Ich bin einsam in dieser Welt

· Ich bin nicht genug

· Ich bin kontrollierend mir selbst gegenüber

· Ich kann das nicht

· Ich schaffe das nie

· Ich habe immer Pech

· Keiner mag mich

· Andere sind besser als ich


Ich dachte ich muss einfach nur lauter sein, als die Stimme, die mir einredete, ich selbst sei die Essstörung > denn ich identifizierte mich zu dem Zeitpunkt stark mit der Essstörung.

Jedoch was aus meinem lauter werden entstand war, dass die Stimme der Essstörung auch lauter wurde. Je mehr ich kämpfte, desto häufiger hatte ich Essanfälle und daraus entstand, dass ich mir wiederum einredete, ich werde da nie raus kommen. Ich befand mich in einem Hamsterrad, in dem ich mich scheinbar nie befreien konnte. Es wiederholte sich und machte mir zunehmend Angst, tatsächlich nie aus diesen selbstzerstörerischen Verhalten raus zu gelangen.



Ich hörte irgendwann einen Podcast, in dem der Satz fiel „Gleiches verstärkt Gleiches und das Gegenteil hebt es auf“, ich kann mich noch genau daran erinnern, es war ein gutes halbes Jahr, bevor ich mich auf den Heilungsweg begab. Diesen Satz notierte ich mich und vergaß ihn bis heute nicht.



Ich arbeitete an mir selbst, mit meinen eigenen Glaubenssätzen aus der Vergangenheit und gelangte irgendwann auf den Punkt, wo ich spürte ich brauche nicht mehr gegen die Stimme der Essstörung anzukämpfen, der Schlüssel liegt im Loslassen. Und es ging darum alle Anteile, alle Stimmen der Essstörung, die in meinem Kopf waren, anzunehmen und nicht davor wegzulaufen oder zu unterdrücken.


Die Essstörung war in meinem Leben notwendig, zu dem Zeitpunkt, als sie auftrat, aber ich war an dem Punkt, wo ich spürte ich brauche sie nicht mehr und das war der Moment, in dem ich sie loslassen und mich bewusst von ihr lösen konnte.



Stell Dir einmal die Fragen:

Halte ich an irgendeinem Schmerz oder Ärger fest, der sich im Grund gegen andere Menschen aus Deiner Vergangenheit richtet?


Wenn ich irgendetwas erkenne, woran ich festhalte, wie beeinflusst das heute meine Essstörung oder schädliche Verhaltensweisen oder Denkmuster über mich selbst?



Wenn Du merkst, dass Du mehr Unterstützung oder intensivere Wegbegleitung möchtest, dann melde Dich auch gerne jederzeit mit einer Nachricht bei mir. Wir können gerne jederzeit ein Vorgespräch führen, damit Du Dir darüber bewusst werden kannst, was Du für Dich im hier und jetzt brauchst – an dem Punkt, wo Du gerade stehst. Und in dem Gespräch kann die bewusst werden, was das ist, was Du gerade brauchst. Ich freue mich wirklich über jede Nachricht, über jeden der bereit ist, sich intensiv mit seinen eigenen Themen zu beschäftigen, unabhängig davon, ob wir danach ein gemeinsames Coaching starten, dass ist überhaupt nicht relevant für mich. Dieses Gespräch ist für Dich gedacht, wenn Du das Gefühl hast momentan einfach nicht weiter zu kommen dort, wo Du jetzt stehst. In dem das Du Dich mit Deinem Thema auseinander setzt, gehst Du bereits einen wichtigen Schritt zu Dir selbst, denn darin kann Dir selbst klar werden, wo Du stehst und wo Du hin möchtest.




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ein.



Deine Tiziana

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