• Tiziana

Perfektionismus und eigener Leistungsdruck während und nach einer Essstörung

Gerne möchte ich auf das Thema eingehen, nachdem ich aus der Community dazu gefragt wurde – denn das Thema Perfektionismus hat mich sehr lange begleitet und ist auch jetzt noch in meinem Leben stark vertreten.


Wenn wir von Perfektionismus sprechen und hören, dann ist das ein Wort, welches wir eigentlich als erstmal positiv wahrnehmen. Denn wir verbinden es oft mit hoher Leistungsbereitschaft, so geht es zumindest mir. Prinzipiell ist Perfektionismus jedoch ein neutrales Wort, welches wir selbst als positiv oder negativ nutzen können.

Lange Zeit habe ich meinen übertriebenen Perfektionismus und der damit verbundene Leistungsdruck, den ich an mich selbst stellte, als etwas genutzt, was mir selbst nicht guttat. Ja, ich hatte enorm hohe Ansprüche an mich selbst und damit einher ging, dass „Disziplin“ mein 2. Vorname war.


In meiner Schulzeit, in der mich die Anorexie zuerst begleitete, war eine Note 2 das schlechteste in Mathematik, Deutsch und Englisch. Ich war sehr leistungsorientiert, lernte sehr viel und machte mir selbst den meisten Druck. Und wenn es dann doch mal eine 2 – war, dann machte ich mich selbst dafür total fertig mit Selbstvorwürfen nicht genug gelernt zu haben.



Als die Bulimie Einzug in mein Leben nahm, war das nicht mehr ganz so extrem, wobei ich mich trotzdem vor allem und allen anderen immer wieder zurücknahm. Mir war es wichtig, dass es anderen Menschen in meinem Umfeld gut ging und meine eigenen Bedürfnisse stellte ich ganz hinten an.


Die änderte sich jedoch dann erst, als ich die Essstörung nach 17 Jahren loslassen konnte. Den Leistungsdruck habe ich ebenso mit verabschiedet, jedoch ist der Perfektionismus und meine Disziplin bei mir geblieben. Aber nicht mehr im Sinne davon, dass ich mich Anderen gegenüber aufopfere, denn: dafür ist meine Selbstliebe inzwischen zu stark vorhanden.

Ich setze meinen Perfektionismus und meine Disziplin für Dinge ein, die mir wichtig sind und am Herzen liegen, wie z.B. meine Umwelt und dazu gehören nicht nur die Menschen in meinem Umfeld, sondern die Menschen und Lebewesen als Einheit gesehen sowie ebenso das Pflanzenreicht, mit dem wir uns diesen Planeten teilen dürfen. Es gibt soviel zu heilen auf dieser Erde und dafür setze ich mich ein! Mit dem meiner klaren Definition: nur wenn es mir gut geht, kann es auch allen Anderen gut gehen und ich denke, wenn jeder so denken würde und auf sich selbst die Liebe und Achtung schenkt, wäre diese Erde ein kleines Stück weiter…


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ein.


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