Raus aus der Essstörung – negative Glaubenssätze verabschieden

Aktualisiert: Feb 16


Von negativen Glaubenssätzen hätte ich in meiner Vergangenheit ein Lied singen können, denn ich hatte so viele davon :-/


Aus jetziger Sicht betrachtet, verhielt es sich bei mir so, als müsste ich erstmal meinen Keller entrümpelt, denn der war voll mit negativen Glaubenssätzen, mein Innerstes, das all den „Schrott“ Glauben schenkte.



Beispiele für negative Glaubenssätze bei mir waren:


· Ich bin nicht gut genug

· Ich kann die Essstörung nicht loslassen

· Ich habe es 17 Jahre nicht geschafft

· Ich schaffe das nicht

· Ich bin nicht hübsch

· Ich bin ungeliebt und unbeliebt

· Mir gelingt nichts

· Das Leben ist schwierig

· Ich bin ein Außenseiter

· Keiner mag mich, so wie ich bin

· Ich bin die Genesung nicht Wert

Glaubenssätze sind Überzeugungen, Grenzen, Muster und Verallgemeinerungen. Über das Leben, über uns selbst, über andere, die uns oft durch unser ganzes Leben begleiten und es entsprechend beeinflussen.



Denn wir suchen unbewusst immer wieder die Bestätigung, dass unsere Glaubenssätze wahr sind, sodass sie sich immer mehr in unserem Unterbewusstsein verankern und dort wirken. Glaubenssätze wirken in unseren Entscheidungen, in unseren Gefühlen, in unseren Handlungen.


Sie klingen oft negativ und beeinflussen unser Leben dementsprechend. Das bedeutet, dass negative Glaubenssätze uns hindern, uns begrenzen, uns ausbremsen und klein-halten. Negative Glaubenssätze nehmen uns Mut, Zuversicht und den Willen, Neues zu entdecken. Sie lähmen uns und sorgen auch manchmal dafür, dass wir es uns lieber bequem machen, als einen neuen Schritt zu wagen.



Ich handelte also jahrelang danach, dass ich mich selbst begrenzte und eben meine Essstörung nicht los lassen konnte, da ich mich selbst mit den negativen Glaubenssätzen, dass ich es z.B. nicht schaffe, im Weg stand und mich damit blockierte.

Wo kommen Glaubenssätze her?

Oft wurden uns unsere Glaubenssätze auferlegt, weil wir sie von der Mutter, dem Vater, der Oma, der Freundin, der Schwester, der Lehrerin, dem Nachbarn, den Bekannten oder den Erziehern damals so gehört und gelernt haben, bis wir sie schließlich übernommen und in unser eigenes Leben integriert haben.


Manchmal haben wir Glaubenssätze aber auch selbst gebildet, zum Beispiel dann, wenn wir uns in der Kindheit öfter ungeliebt gefühlt haben oder wenn wir das Gefühl hatten, uns hört niemand zu. Durch Wiederholung einer bestimmten Situation oder eines Gefühls entsteht dann ein Glaubenssatz wie z. B. „Niemand interessiert sich für mich”, der sich durch das gesamte Leben ziehen kann.



Nachdem ich mich mit persönlicher Weiterentwicklung beschäftigte und mir klar wurde, dass ein „Glaubenssatz“ – was das Wort schon sagt, nur ein Glaubens-Satz ist, d.h. ob man diesem weiterhin Glauben schenkt oder nicht, entschied ich mich dazu meine Glaubenssätze Stück für Stück zu transformieren, also zu ändern. Das ging nicht von heute auf morgen, jedoch half es mir sehr mich tagtäglich mit meinen nun geänderten positiven Glaubenssätzen über mich und meine Umwelt zu verbinden.


Dies war ein wesentlicher Beitrag zu meiner Heilung, für die ich unsagbar dankbar bin und nach 17 Jahren wieder an mich glauben durfte!


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ein.



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