Warum ich meiner Essstörung dankbar bin?

Das liest sich jetzt womöglich etwas komisch, denn wer ist schon dankbar für jahreslanges leider?!


Heute kann ich definitiv sagen, dass ich dankbar bin für all die Erfahrungen, die ich daraus machen durfte und die mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin.

Erst als ich mich schon im Heilungsweg befand, wurde mir der Sinn meiner Essstörung bewusst, der dahinter steckte. Ich musste erst verstehen, dass die Essstörung durch Selbsthass gezeichnet ist, jahrelanger Selbsthass, den ich entwickelte und gegen meinen Körper und damit gegen mich selbst kämpfte, um zu erkennen, dass ich hier bin, um Selbstliebe zu lernen. Dies durfte ich durch die Essstörung erfahren, die Selbstliebe, die ich entwickeln durfte und heute bewusst lebe.



Ich durfte mich auf die Reise in die persönliche Weiterentwicklung machen, die ich ohne die Essstörung wahrscheinlich nie angegangen wäre. Ich durfte soviel dadurch über mich selbst lernen, lernen wieder auf mein Herz zu hören, mich mit meinem Herz, meinem Bauchgefühl und damit meiner Intuition wieder zu verbinden. Den Fokus nicht auf das zu richten, was ich nicht wollte, sondern auf das zu lenken, was ich im Leben wollte, wo ich hinwollte. Getreu dem Motto „Energy goes, where focus goes!“. Ich durfte lernen wieder, dass ich genug bin, dass ich es Wert bin und verdient habe ein erfolgreiches und vor allem glückliches Leben zu führen. Dass ich alle Ressourcen dazu bereits in mir habe, diese „nur“ anerkennen und aktivieren muss. Ich durfte ebenso lernen, dass im Leben alles FÜR mich und NICHT GEGEN mich passiert. Eines der wunderbarsten Dinge, die ich spüren durfte war, dass ich geliebt bin – ganz egal, wie ich mich verhalte, aber wenn ich ganz bewusst war, spürte ich diese Liebe.



Nachdem ich meinen tiefsitzenden, negativen Glaubenssätzen abgelegt hatte, definierte ich meine persönlichen Werte. Diese sind beispielsweise Ehrlichkeit – die ich nur so klar für mich festlegen konnte, weil ich zuvor durch die Essstörung sehr viel Ausreden, Lügen meinem Umfeld und mir selbst gegenüber hatte und mit der Essstörung legte ich auch diese Unehrlichkeit ab – daraus entstand der der Wert der Ehrlichkeit. Ein weiterer Wert ist für mich heute Empathie – diese kommt mir im Zusammenspiel mit dem Verständnis, das ich aufbringen kann für Menschen mit einer Essstörung, denn ich kann genau nachvollziehen, was in Ihnen vorgeht, wie sie sich fühlen – zu Gute. Nicht zuletzt ist deshalb auch der Wunsch entstanden, dass ich Menschen in einer Essstörung hin zu einem befreiten und zwanglosen Leben begleite und deshalb habe ich mir das zur Aufgabe gemacht, denn ich selbst hätte mir in der Zeit der Essstörung jemand gewünscht, der mich an die Hand nimmt, der selbst ähnliches erlebt hat, was ich durch mache, der genau versteht, warum ich diese oder jene Denkmuster in mir habe – und so jemand möchte ich für Dich sein!



Heute kann ich auf jeden Fall sagen, dass ich meiner Essstörung dankbar bin, denn ich bin für alle Erfahrungen dankbar, und als sie in mein Leben trat – „rettete“ sie mich, sie war für mich da und ich bin ihr dankbar, dass sie mich zu dem gemacht hat, die ich heute bin.



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