Warum Planung so wichtig auf dem Weg aus der Essstörung ist?


Als ich mich nach 17 Jahren fest dazu entschloss die Essstörung loszulassen und auch in die Umsetzung ging, wurde mir ganz schnell bewusst, wie wichtig es ist, dass ich mir einen Tagesplan am Vortag zusammen stelle.



Denn immer wieder tappte ich in dieselbe Falle, dass ich es mir z.B. vornahm „normal“ zu essen, aber dann immer wieder vor Ereignissen, wie Wut, Stress, Hektik usw. stand und eben keinen festen Plan zur Hand hatte, sondern in meinen Autopiloten rutschte (hierzu gibt es bereits ein Youtube Video), der die Komfortzone eines Menschen ist, aus dem wir uns so ungern raus bewegen. Denn was hat mein Unterbewusstsein gewählt, wenn es im Außen stressig und anstrengend war? Natürlich den gewohnten Mechanismus, den ich mir jahrelang antrainiert hatte in Form eines Fressanfalls!


Ich machte mir deshalb spätestens am Abend vor dem nächsten Tag einen Plan. Der beinhaltete, WAS ICH WANN und WO esse! Und auch, WO ich die Sachen dann WANN einkaufen gehen. Hier ist auch wichtig zu sagen, dass ich die ersten Wochen nicht mehr in den Läden einkaufen ging, in denen ich zu Zeiten meiner Fressanfälle einkaufte! Denn es war so wichtig, dass ich nicht in diesen Extremhunger kam! Das war wochentags nicht so schwer, jedoch in der Freizeit bin ich dann erstmal sehr sehr unflexibel geworden. Jedoch machte ich anderen und vor allem mir selbst hier nichts mehr vor und sagte ganz klar, dass diese Zeiten jetzt sehr sehr wichtig sind, wenn ich heilen möchte bzw. andere sich das ja auch für mich wünschten. Diese Zeit machte mich jedoch nur stärker, denn ich gestand endlich für MICH ein und das war etwas Wunderbares, so nahm ich es wahr.



Wichtig war ebenso für mich, dass ich ganz bewusst aß, mich also weder von Internet, TV, Radio usw. ablenken lies, denn das war ein Muster aus meinen Fressanfällen. Am liebsten aß ich ganz für mich allein, denn dann konnte ich mich am besten auf’s Essen konzentrieren. Jedoch spürte ich mehr und mehr, dass ich wieder gefallen daran fand in Gesellschaft zu essen, das Essen mit Freude, Freunde und Familie zu verbinden.

Und so ging ich Schritt für Schritt meiner Heilung entgegen genieße es jetzt in vollen Zügen spontan mit Freunde, Familie, Bekannte und Kollegen oder aber auch allein mit mir essen zu gehen.




Zu diesem Blogartikel findest Du ein youtube Video: https://www.youtube.com/channel/UCekob3C1ibXGn3F_fribtYw?view_as=subscriber

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