Was tun, wenn der Fressanfall bereits passiert ist?

Sehr viele Jahre habe ich Fressanfälle (mit anschließenden Erbrechen) als etwas sehr positives gesehen: Es entspannte mich (nach der Arbeit beispielsweise), ich konnte essen so viel ich wollte und nahm nicht zu – während die anderen nach übermäßigen Verzehr zum Sport rannten, landete bei mir das Essen „ganz einfach“ in der Kloschüssel,… durch viele Jahre hinweg hatte sich da bei mir eine Gewohnheit entwickelt, ich fühlte mich in einer Art Komfortzone – und wer will schon gern seine Komfortzone verlassen, die einem Sicherheit und Beständigkeit sowie Geborgenheit schenkt?


Dennoch kam ich irgendwann an den Punkt, an dem ich mir die Frage stellte, ob die ständigen Essanfälle – die ja sehr viel Zeit (und Geld) raubten, mich denn wirklich auf ein erfülltes Leben zurück blicken ließen.



Diese Frage nagte sehr an mir und ich fragte mich, ob ich irgendwann in meinem Sterbebett auf ein Leben, das meist auf Fressanfällen bestand, zurück blicken wollte. Die Antwort darauf lautete. NEIN. Damit war der erste Schritt bereits getan, jedoch wusste ich das zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht. Aber es war der erste Schritt in die richtige Richtung, zum Wunsch zu einem geheilten Ich, den ich damit unbewusst verband.



Daraufhin folgten die Fressanfälle für mich immer bewusster, also deren Ablauf, dass ich mich z.B. nicht mehr mit Radio, Internet, Fernsehen usw. ablenkte, sondern immer mehr versuchte dies ganz bewusst geschehen zu lassen. Immer und immer mehr kamen dann nach einem Fressanfall die Selbstkasteiung, ich machte mir Vorwürfe, warum ich den Anfall nicht hab irgendwie abweisen können, mich ablenken konnte – warum der Fressanfall nun „schon wieder“ passieren musste. Im Nachhinein kann ich sagen, dass mir diese Dinge nur deshalb in den Kopf schossen, weil ich mir die Sache ganz bewusst an die Oberfläche holte. Hätte ich mir diese eine Frage nicht irgendwann gestellt, hätte ich die Fressanfälle nie so bewusst wahrgenommen und wäre dann nie so in die Abwertung gegangen.


Nachdem mir das Muster dann bewusst wurde und mir ebenso durch dieses Klarwerden – wiederum klar wurde, dass zum einen der Fressanfall an sich meinem Körper nicht gut tat und zum anderen durch die Abwertung und Schuldzuweisung, die ich mir dann ebenso noch hinzufügte, mich auch noch emotional total runter zog, war der Groschen gefallen. Für mich machte es an diesem Punkt keinen Sinn mehr mich nach einen Fressanfall noch zusätzlich abzuwerten und in die Selbstkasteiung zu gehen. Ich entschied mich ab diesem Zeitpunkt mir nach einem Fressanfall etwas Gutes zu tun – da mein Körper ja sowieso schon in Mitleidenschaft gezogen wurde. Und das zeigte er mir inzwischen auch – endlich – nämlich mit Bauchkrämpfen. Das waren nach jahrelangen Verletzungen die ersten Anzeichen, dass er sich wehrte und irgendwie war ich auch dankbar dafür ihn wieder zu spüren, selbst wenn es mir Schmerzen verbunden war – nichts im Vergleich dazu zu den Schmerzen, die ich ihm jahrelang zugefügt haben musste.



Ich versorgte mich also „zumindest“ selbst nach einem Fressanfall, wie beispielsweise mit einer warmen Tasse Fencheltee (welcher die Krämpfe löste), mit einem heißen Bad bzw. einer ausgedehnten Dusche und / oder Ausruhen.



Zusätzlich habe ich mir Notizen zum Verlauf der Fressanfalls gemacht, weil ich reflektieren wollte, um beim nächsten Mal evtl. anders mit bestimmten Situationen umgehen zu können.

Irgendwann war ich auch an einem Punkt angekommen, wo ich mir selbst dafür vergeben konnte. Ich beschäftigte mich zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Jahre mit persönlicher Weiterentwicklung und hatte daher von dem hawaiianischen Vergebungsritual „Ho’oponopono“ gehört, worum es geht sich selbst mit liebevollen Augen zu betrachten, hier ein kleiner Auszug:



Wie nutze ich das Ho’oponopono Vergebungsritual?

Ein Ritual ist, wie es das Wort schon bereithält, ein Akt der immer wiederkehrt oder dauerhaft angewandt wird und genutzt wird. Ein Ritual benötigt eine häufige Wiederholung, damit es seine Kraft und Wirksamkeit erhält. Somit macht es durchaus Sinn ein Ho’oponopono Vergebungsritual über einen Zeitraum von 4 -- 6 Monaten, jeden Tag, zur gleichen Zeit und im besten Falle am gleichen Ort, anzuwenden.


Wie lange soll ich ein Vergebungsritual Ho’oponopono sprechen?

Ein Vergebungsritual Ho’oponopono gewinnt mit jedem Tag an Kraft. Je länger und intensiver es gesprochen wird, desto mehr Power liegt in den Worten und dem Gebet. Nutze die Kraft des Vergebungsgebet so intensiv wie möglich, ebenso so lange wie dein Herz es dir rät. Befreie Dich von Deinen Ängsten und Blockaden. Ein Vergebungsgebet wird solange ausgeführt, bis der gewünschte Frieden, die Freude oder die Fülle einkehrt.


Für mich war die Selbstvergebung ein sehr bedeutender Schritt auf dem meinem Heilungsweg. Mir selbst und anderen Menschen immer wieder zu vergeben ist auch heute noch ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, denn ich bin der Meinung, nur durch können wir immer und immer wieder zu uns selbst zurückfinden.


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ein.


Deine Tiziana


Quellenangabe: https://www.alohahuna.de/hooponopono/vergebungsritual-hooponopono/

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