• Tiziana

Wie bin ich mit meiner körperlichen Veränderung umgegangen?

Aktualisiert: Feb 16


Als ich mich auf meinen Heilungsweg begab, war ich stark im Untergewicht, was mir nicht nur auf der Waage bewusst war, sondern auch im Spiegel. Denn ich hatte glücklicherweise keine Körperschemastörung! Ich sah mich im Spiegel als so dünn, wie ich tatsächlich war und es gefiel mir natürlich nicht, was ich sah. Und ich wollte auch nicht, dass man es sah, dass ich mit dem Essen ein Problem habe, denn im Gegensatz zur Magersucht, ist Bulimie etwas HEIMLICHES und möchte nicht entdeckt werden. Also versuchte ich es zu kaschieren, so gut es geht. Außer mein abgemagertes Gesicht gefiel mir, denn hier konnte man – was die Bulimie betraf – keine „Kotzbacken / Hamsterbacken“ sehen. Ich zog weite Sachen an, was im Winter ja auch ganz gut klappte, denn da brauchte ich mir um kurze Ärmel usw. keine Sorgen machen. Und mein niedrigstes Gewicht hatte ich in den Monaten November – Januar. (Außer zur Zeit der Magersucht, da war es einmal im Hochsommer.)



Als ich mich auf den Heilungsweg begab, war mir also völlig klar, dass ich zunehmen würde, denn der Körper ist für Normalgewicht ausgelegt und nicht für Untergewicht. Zunächst war ich über die Zunahme sehr erfreut und bemühte mich, dass die Waage immer gut nach oben ging, denn ich wollte da ja schließlich endlich raus kommen und endlich wieder „normal“ aussehen und auch gerne mal enge Kleidung tragen, in der ich wieder weiblich aussehen wollte. Das Körpergefühl war natürlich total krass, weil sich meine Beine dann auf einmal irgendwann total „schwer“ anfühlten und auch von oben her betrachtet dicker aussahen – dicker als im Spiegel, denn wie schon erwähnt fand ich mich im Spiegel total abgemagert und im Spiegel gefiel mir, was ich sah. Und ja, vom Körpergefühl fühlte es sich zunächst nicht gut an, aber ich machte bzgl. Thema Essen so große Fortschritte, erlaubte mir mehr und mehr bestimmte Nahrungsmittel (FearFood), dass diese FREIHEIT, die ich mir damit selbst schenkte viel größer und BEFREIENDER auf mich wirkte, als das Körpergefühl! Und ja…so nach und nach gewöhnte ich mich auf an den Körper, der nun mehr auf der Waage hatte – der Mensch ist eben doch nur ein Gewohnheitstier ;-) Und was ebenso erfreulicherweise hinzu kam: ich fror nicht mehr so leicht, im Gegenteil heute bin ich diejenige, der eher mal zu warm als zu kalt ist!! :-)



Dann kam hinzu, dass ich beschloss, meine Gefühle nicht mehr von der Waage abhängig zu machen, dies geschah zunächst step by step, wie in Allem. Ich wog mich von täglich, nur noch 2-3 wöchentlich, dann nur noch 1x wöchentlich und irgendwann war ich soweit, dass ich sagte ich steige einfach gar nicht mehr drauf – was ich bis heute nicht mehr mache! Die Waage hat so lange Jahr mein Leben bestimmt und ich habe ihr mit dem, was sie mir anzeigte so viel Macht zugesprochen, die dieses kleine Gerät überhaupt nicht verdient hat! Ich habe mir diese MACHT ZURÜCKGEHOLT und handle damit EIGENMÄCHTIG und in meinem Interesse.



Das Gewicht sagt sowas von gar nichts über einen Menschen aus und diese ganzen Diäten, was wären viele Menschen ohne sie? FREIE und SELBSTBESTIMMTE Menschen, die ihren Wert nicht vom Gewicht & Aussehen abhängig machen würden!



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ein.

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